Gymnasium Neue Nikolaschule Leipzig

500 Jahre Nikolaischule 2012

500 Jahre „Schola Nicolaitana“ 1512 – 2012

Im Jahr 2012 vollendendeten sich fünfhundert Jahre Geschichte der „Schola Nicolaitana“, der ersten Bürgerschule in Leipzig, deren durchgängiger Unterrichtsbetrieb nach langem Vorlauf im Jahr 1512 begann. Sie etablierte sich nach der Thomasschule zu Leipzig als zweite Lateinschule der Stadt und prägte gemeinsam mit dieser die Bildungsgeschichte Leipzigs. In diesen Jahrhunderten absolvierten Tausende Schüler die begehrte Schule. In ihren Reihen sind namhafte Persönlichkeiten zu finden, z. B. Gottfried Wilhelm Leibniz, Johann Gottfried Seume, Richard Wagner und Karl Liebknecht, auch weniger bekannte wie Max Müller, berühmter Indologe und einer der Begründer der Sanskrit-Forschung, Guido Theodor Apel, der Stifter der Apelsteine im Gedenken an die Völkerschlacht 1813, Karl Wilhelm Rothe, Oberbürgermeister in Leipzig von 1918 bis 1930 und Hans Reimann, dessen Darstellung seiner Schulzeit an der Nikolaischule zur Vorlage für den berühmten Film „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle wurde. Viele ihrer Absolventen übernahmen wichtige Aufgaben und Funktionen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Militär. Schüler der Schule wurden später dort Lehrer oder sogar Rektor, wie Oskar Dähnhardt, der die Schule 1889 verließ und  von 1910 bis 1915 leitete, sich freiwillig zur Front meldete  und an der Westfront tödlich verwundet wurde. Lehrer und Rektoren waren hoch angesehen und hatten enge Verbindungen zur Universität Leipzig. Sie lehrten gleichzeitig an der Nikolaischule und an der Universität. Johannes Muschler, Rektor der Nikolaischule von 1525 bis 1535, hatte in dieser Zeit auch das Amt des Rektors der Universität Leipzig inne. Eine herausragende Persönlichkeit war u. a. Karl Heinrich Otto Kaemmel, Rektor von 1890 bis 1909, der sich auch durch fundierte Arbeiten zur sächsischen Schulgeschichte einen Namen machte.

Im Jahr 1872 bezog die Schule in der Königstraße ein neues Gebäude, das während des Bombenangriffs auf Leipzig am 04.12.1943 völlig zerstört wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Existenz der Nikolaischule als Gymnasium verloren. Nach einer Übergangszeit im Gebäude in der Heinrichstraße begann 1992 wieder die gymnasiale Ausbildung im Gebäude in der Schönbachstraße 17, in dem seit 1995 mit der Namensgebung Neue Nikolaischule die Tradition der Nikolaischule fortgeführt wird. Diese Tradition zu erhalten und im Bewusstsein der Stadt Leipzig und ihrer Bürger zu verankern war eines der wichtigen Anliegen der Vorbereitung auf das Schuljubiläum 2012, das unter der Schirmherrschaft der Generalbundesanwältin beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe, Frau Professor Monika Harms, stand.

Heiner Wulfert
Schulleiter 

 

Rückblick auf die Höhepunkte der Festwoche

Die Festwoche zum Schuljubiläum ist Geschichte. Der zeitliche Bogen wurde geschlagen zwischen der Eröffnung am 29.05.12 auf dem Schulhof und dem abschließenden Friedensgebet am 04.06.12. Eingebettet waren zahlreiche Veranstaltungen, die dem Jubiläum gewidmet waren und in ihrer Gesamtheit zu einem ganz großen Erfolg wurden. Das war nur möglich dank einer intensiven Vorbereitungsarbeit und dank des Mitwirkens, der Hilfe und Unterstützung aller beteiligten Schüler, Lehrer, auch der ehemaligen, der Eltern, der Kooperationspartner, der an der Schule Interessierten an der Gestaltung der Festwoche. Ihnen allen, ohne Ansehen von Rang und Namen, gebührt mein herzlichster Dank.

H. Wulfert

Schulleiter

 

Bilder der Festveranstaltung:

Bilder vom Sternmarsch:

Bilder vom Schulball:

Bilder vom Markt der Jahrhunderte:

Bilder vom Absolvententreffen:

Bilder vom Volleyballturnier:

Bilder Revue Linie 15: