Fächerverbindende Grundkurse
Klassenstufe 11 und 12
Kurs: Biotec
Kurs: Wirtschaft/Recht
Kurs: Biotec 11/12
Wir retten Gummibärchen und nähen Bananen zu
"Falls ihr noch nicht wisst, was ihr später werden wollt, dann werdet Urologe, weil das der beste Beruf der Welt ist." Mit diesem Satz startete für uns, den Kursen der 11 und 12 im Fach Biotechnologie von Herrn Lenser, am 30. September 2016 war der Schülertag im Rahmen des 68. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. im Congress Center Leipzig CCL.
Dafür trafen wir uns um acht auf dem Gelände der Neuen Messe.
Nach einer Begrüßung in einem der Räume des CCL und eben jenem Satz begann das Programm des Schülertags. Es folgte eine kurzweilig gestaltete Präsentation über den Fachbereich der Urologie: Ein anfängliches Video klärte uns auf, dass ein Urologe nicht nur der „Männerarzt“ ist und Hilfe gegen Inkontinenz nicht sein einziges Problem ist. Daraufhin folgte ein Überblick über den Studienweg eines Urologen, die zu behandelnden Krankheiten sowie die Behandlungsmethoden. Anschaulich erklärt wurde uns Letzteres mit Videos, die eine endoskopische Tumorbehandlung und eine Nierensteinentfernung zeigten.
Nach einer halbstündigen Mittagspause durften wir uns selbst an verschiedenen medizinischen Geräten selbst ausprobieren. Die eine Hälfte unserer Gruppe lernte als Erstes chirurgische Knoten, was nach einigem Üben auch recht gut funktionierte. Schließlich sollten wir versuchen, mithilfe von Nadelhalter, Pinzette, Nadel, Faden und Schere einen Schnitt an einer Bananenschale so gut wie möglich zu schließen. Das hat viel Spaß gemacht und war letzten Endes leichter als vorher gedacht.
Danach durften wir an einigen Stationen in kleineren Gruppen verschiedene Geräte ausprobieren. So haben wir etwas über Katheter bei Männern und Frauen gelernt und wir hatten die Möglichkeit, unsere Nieren per Ultraschall zu betrachten. An einer anderen Station lernten wir etwas über den Aufbau eines Endoskopes und seine Bedienungsweise. Das wiederum war hilfreich, da an einer weiteren Station ein Nierensteinentfernung simuliert war; nur war es hier ein Gummibärchen, das nicht aus einer Niere, sondern aus einer Paprika entfernt werden musste. Als Hilfsmittel bekam man ein Endoskop mit zugefügtem Greifer, außerdem konnte man über einem Bildschirm sein Vorgehen in der Paprika beobachten. Obwohl es zuerst etwas schwierig für mich war, Endoskop und Greifer unabhängig voneinander zu bewegen und zu koordinieren, erblickte mein Gummibärchen schon nach zwei Minuten wieder das Tageslicht. Auf diese Weise vergingen die Stunden relativ schnell, sodass wir um zwölf das Congress Center Leipzig wieder verließen, bepackt mit Werbegeschenken, Bananen und vielen Erfahrungen.
Ob nun Urologe wirklich der beste Beruf der Welt ist, sollte eher jeder für sich entscheiden.
Auf jeden Fall aber hatten wir an diesem Tag die Möglichkeit, den Beruf als recht kurzweilig und spannend zu erleben.
Paula Ebert