Gymnasium Neue Nikolaschule Leipzig

Aktivitäten des gesellschaftswissenschaftlichen Profils

 Von der Keilschrift bis zum Binärcode

Am 26.03.2018 haben wir, Schüler der Klasse 8, im Rahmen des Gesellschaftswissenschaftlichen Profils Medien und Macht die Deutsche Nationalbibliothek besucht. Dort haben wir eine Führung zu der Ausstellung „Von der Keilschrift bis zum Binärcode“ bekommen. Die Nationalbibliothek in Leipzig wurde 1912 gegründet. Sie diente dazu deutschsprachiges Schriftgut zu sammeln, wie auch in der Schweiz und in Österreich. Es kommen täglich 1500 neue Medien hinzu. In der Nationalbibliothek in Leipzig werden 24 Millionen Veröffentlichungen aufbewahrt.

Die Ausstellung „Von der Keilschrift bis zum Binärcode“ beinhaltet einen Zeitraum von 5000 Jahren. Vor mehr als 5000 Jahren gab es noch keine Schrift, da es an einer einheitlichen Sprache mangelte. In den Hochkulturen entwickelte sich die erste Schrift, die Keilschrift. Sie ist eine Silbenschrift und ca. 5000 Jahre alt. Auf dem Stein des Hammurabi ist das erste „Gesetzbuch“ geschrieben wurden. Hieroglyphen sind eher Zeichen als eine Schrift, sie wurden von den alten Ägyptern erfunden. 1250 v. Chr. entwickelten die Phönizier das erste Alphabet. Vom 14. bis 12. Jahrhundert v. Chr. entwickelten sich die ersten Buchstaben. Die nächste Station unserer Führung war der Buchdruck. Die größte Erfindung der Menschheit war der Buchdruck mit beweglichen Metalllettern. Diese Art des Buchdruckes erfand Gutenberg. Er war ,der erste der mit einer Presse arbeitete um ein Druckwerk zu erhalten. Ohne Gutenbergs Erfindung hätte Martin Lutherseine reformatorischen Ideen nicht in alle Welt verkündigen können. Somit war das erste Massenmedium geschaffen. Die letzte Station unserer Führung war der Binärcode. Der Binärcode ist eine verschlüsselte Nachricht. Um diese verschlüsselte Nachricht wieder zu entschlüsseln benötigt man besondere Maschinen. Binärcodes werden zum Beispiel in Supermärkten verwendet. Der Binärcode ist ein Beispiel für Schreiben jenseits der Schrift.

 Anna-Maria Völkner Kl.8/3

Diese Leuchtwand zeigt alle Buchstaben des Alphabetes. Die Buchstaben, die in der Sprache am meisten benutzt werden, leuchten am häufigsten. 

 


 

Heimatgedichte der 9. Klasse

Heimat von Anna Seiler


Für den einen ist es hier,
für den anderen dort!
Manchmal nah dran und manchmal weit fort.
Doch, zusammen ist für mich nur an einem Ort.


Bei dir kann ich sein, wie ich will,
mal laut, mal leise, mal bunt, mal schrill.
All dies fasse ich in ein Wort,
DU mein Heimatort.


Doch, jetzt bin ich weg von dir,
weg von hier,
nicht mehr da,
wo ich immer war.

Hier bin ich Mensch von Till Jakob

Heimat ist mir sehr bekannt.
Doch meine ist groß genannt.
Deutschland hier-Deutschland dort.
Heimat ist in meinem Ort!
Auch wenn er klein sei,
hier fühle ich mich frei.

Zwischen Elster und der Pleeße
haben wir alle dieselbe Meese.
Früh`s ein Schälchen heeßen,
es ist schon immer so gewesen.

So jetzt wird Ernst gemacht,
wie 1813 zur Völkerschlacht.
Hier habe ich ich meine Liebsten,
ohne die wäre es mir am trübsten.

Ich liebe auch die Ferne,
aber nach Hause komme ich immer gerne.
Probleme hier, Probleme da,
das mag ja alles sein,
doch redet nicht mein Sachsen klein.

Was ist Heimat? Von Alina Böttcher

Du fragst was Heimat ist!
Heimat ist etwas, was für jeden anders ist.
Ein Ort, an dem man angekommen, ernst - und
auch ganz wahrgenommen leben kann.
Egal welche Hautfarbe, Frau oder Mann.


Heimat ist nicht immer der Ort, an dem du geboren bist.
Es ist ein Ort, wo Frieden ist,
man sich entfalten kann, lachen, froh sein kann,
auch schwach und mal hilflos dann und wann,
bei Menschen, denen man vertrauen kann.

Heimat ist Herzenswärme, Zufluchtsort in der Not,
Offenheit, Vertrautheit, Glück, Liebe, Schutz vor dem Tod.
Heimat kann all das sein,
was dich glücklich macht,
auch manchmal nur ein Kerzenlicht in kalter Nacht.

Die Heimat von Joana Luft

 

Nie gesucht, doch stets gefunden.
Denn die Heimat ist an keinen Ort gebunden.
Zur Heimat machen`s die Gefühle.
Für mich ist`s das Großstadtgewühle.


Leipzig ist immer ein Erlebnis.
Eine tolle Stadt, kein Kompromiss!
Hab hier `ne Menge Freunde gefunden,
mit diesen konnte ich viel erkunden.


Familie gibt mir Geborgenheit,
hält zusammen zu jeder Zeit.
Wir reisen viel und reisen gerne,
ob in der Heimat oder in der Ferne.

Heimatgedanken von Anna Wagner

Vertrautheit ist,
wo Heimat ist.
Heimat ist,
wo du glücklich bist.

Ich ging von der Heimat fort
doch merkt ich erst dort,
dass, wo ich zuvor lebte,
da die Heimat schwebte.

Heimat ist ein Ort der Wiederkehr.
Die Sehnsucht macht mein Herz so schwer.
Drum bin ich nun auf auf Heimatfahrt.
Hör` Vogelgesang ganz zart.
Riech` süße Sonnenblumendüfte
duch die sternenklaren Lüfte.

Vertrautheit ist,
wo Heimat ist.
Heimat ist,
wo du glücklich bist.

Heimatglück Collina Pestner

Ich sitze auf einer Bank in meiner Stadt,
schaue in die Umgebung und was jeder so macht.
Da kommt mein Freund angerant.
Und wir sitzen zusammen Hand in Hand.

Ich schau zu ihm mit fragendem Blick:
„Was denkst du, wo deine Heimat liegt?“
Er schaut mich an und sagt geschwind:
„Da, wo ich Zuhause bin!“

Da sag ich schnell und ganz Kühl:
„Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl.
Also geh ich nicht fort, sondern bleib bei mir,
denn meine Heimat hab ich nur mit dir.“

Er denkt gut nach und überlegt gewiss:
„Ich merke, dass es dir wichtig ist.
Drum versprech ich dir für immer,
deine Heimat geht nie und nimmer.“

Heimat Gedanken von Maike Schirmer

 

Was ist Heimat für mich?
In der Stadt, wo Völkerschlacht Geschichte schrieb?
Wo Friedrich Schiller „An die Freude“ schrieb?
Wo Goethe Schabernack auf einem Fass trieb?
Und wo Bach seine Stücke und Werke schrieb?
Wo `89 die Menschen auf die Straße gingen,
um mit „Wir sind das Volk“ die Wende beginnen?

 

Heimat ist für mich, wo ich aufgewachsen bin.
Menschen, die mich lieben, wie ich bin.
Heimat ist für mich kein bestimmter bestimmter Ort.
Und gehe ich einmal von zu Hause fort.
Habe ich immer noch das Gedicht in meinem Herzen.

 

Doch viele mussten aus ihrer Heimat fort,
denn sie ist momentan kein sicherer Ort.
Sie flohen vor Krieg und Zerstörung
und hofften, Deutschland wäre ihre Lösung.
Nun sind sie dem Krieg entkommen,
drum sollten wir sie heißen: Herzlich Willkommen!
Denn Heimat ist nicht fest und starr.
Heimat ist Gestalt und wandelbar.

Meine Heimat von Marie Joelle Zeese

Meine Heimat ist schön, mit vielen Seen,
wo wir können spazieren gehen.
Im Wald stehen Bäume voller Träume
und die sind nicht nur Schäume.
Alle sehen sind blau und bewegen den Tau.
Alle Glöckchen blühen und stehen im grünen.
Für viele ein Segen
denn der Frühling kann einige bewegen.

Die Schule beginnt kurz vor neun,
worauf sich die Schüler freuen.
Die neue Nikolai hat vieles zu bieten
und Schüler können sich einen Stammplatz mieten.
Mit vielen Aktionen können sich Schüler mit Aufgaben versorgen
und bringen den Lehrern auch Kummer und Sorgen.
Mit viel Freude sind sie dabei
und tragen auch zur Umwelt bei.
Unser Leipzig ist der Hit,
den jeder macht den ersten Schritt.

Viel kann man hier erleben,
trotz Sonne und Regen.
Das Völkerschlachtdenkmal ist für viele eine Qual,
trotz Treppensteigen ist die Aussicht phänomenal.
Das Rathaus steht im Herzen der Stadt,
viele finden es dennoch matt.
Die Türme sind hoch und stehen hervor
und unten steht das große Tor.

Auf mein Leipzig werd ich wachen
und stets drauf achten.

 


 

Projektfahrt nach Dresden


Am 19.11.2017 war es soweit. Ein weiteres Mal jährte sich der Volkstrauertag in Deutschland. Anlässlich dazu sind wir, die Mitglieder des Monuments Project, nach Dresden gefahren, um an der Gedenkfeier im Sächsischen Landtag teilzunehmen.

Am Sonntagmorgen ging es also um 9.00 Uhr vom Leipziger Hauptbahnhof mit dem Zug nach Dresden. Das Wetter passte zum Anlass dieser Fahrt, denn der Himmel hing voller grauer Wolken und es regnete mäßig. Angekommen am sächsischen Landtag nahm uns Herr Riedel, ein Referent des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., in Empfang und wir gingen gemeinsam zur Gedenkstunde in den Plenarsaal des Sächsischen Landtages. Das Polizeiorchester des Freistaates Sachsen eröffnete diese durch das Musikstück „Nun danket alle Gott“. Darauf folgte einer Begrüßungsrede vom Vorsitzenden des Landesverbandes Sachsen des Volksbundes DeutscheKriegsgräberfürsorge e. V.. Barbara Klepsch, die Staatsminsterin für Soziales & Verbraucherschutz, hielt anschließend eine Rede über Krieg und Frieden. Sie erinnerte an die Notwendigkeit, dass sich auch die Jugend mit dem Thema Krieg auseinandersetzen sollte, um den Frieden nicht als selbstverständlich anzusehen.
Im Anschluss daran stellten einige Teilnehmer der internationalen Jugendbewegung ihr Projekt vor, bei dem es sich um eine Zusammenarbeit zwischen deutschen und griechisichen Schülern handelt, die zusammen Kriegsgräber auf Friedhöfen geputzt haben. Das Programm wurde durch einen Stehempfang abgerundet, bei dem eine kleine kulinarische Suppe und leckeres Brot gereicht wurden. Als wir unser Mittagessen eingenommen hatten, ging es nach einigen Anlaufschwierigkeiten ins Historische Grüne Gewölbe. Dort haben wir uns auf eine Zeitreise in den Barock begeben und uns von den Kunstschätzen in den acht Räumen der Schatzkammer August des Starken fesseln lassen.
Da der Sonntagnachmittag schon fortgeschritten war, wollten wir natürlich auch rechtzeitig am Bahnhof sein, um den Zug nach Hause nicht zu verpassen. Ergo mussten wir den gesamten Weg vom Residenzschloss bis zum Bahnhof rennen. Mit einer Punktlandung sind wir am Bahnhof angekommen und fuhren um 15:21 Uhr mit dem Zug nach Leipzig. Die Eindrücke an diesem Tag waren für alle Teilnehmer bewegend und machten zugleich nachdenklich.
Das Monuments Project wird von Schülern der Klassenstufen 9, 10 und 11 in den Fächern GRW, Geschichte und GeWi Profil durchgeführt.


Lena Schmied, 27.11.2017